Computer langsam? 5 Dinge, die wirklich helfen
Fast täglich klingelt bei uns jemand, dessen PC seit Monaten immer langsamer wird. Minuten bis zum Hochfahren, Programme die sich aufhängen, irgendwann läuft selbst das Öffnen eines Browsers zäh wie Honig. Das Erstaunliche daran: In den meisten Fällen ist kein neuer Computer nötig.
Die Ursache liegt fast immer bei der Software. Hier sind die fünf Dinge, die wir zuerst prüfen:
1. Autostart-Programme: Das größte Bremspedal
Wenn Ihr PC nach dem Einschalten ewig braucht, bis er sich wirklich bedienen lässt, schauen Sie zuerst hierhin. Über die Jahre sammeln sich Programme an, die sich ungefragt beim Start einklinken – Spotify, Teams, Adobe, antike Druckertreiber von einem Gerät, das längst nicht mehr im Haus steht.
Drücken Sie Strg + Shift + Esc, gehen Sie auf „Autostart" und deaktivieren Sie alles, was Sie nicht direkt nach dem Hochfahren brauchen. Das kostet zehn Minuten – und bringt manchmal schon den halben Unterschied.
2. Festplatte aufräumen
Eine volle Festplatte bremst Windows aus. Nicht weil zu viele Dateien irgendwie im Weg liegen, sondern weil Windows Auslagerungsdateien und temporäre Daten anlegen muss – und dafür Platz braucht. Faustregel: Die Systemfestplatte sollte mindestens 10–15 % freien Speicher haben.
Was hilft: Den Downloads-Ordner leeren, nicht mehr genutzte Programme deinstallieren, große Foto- und Videosammlungen auf eine externe Festplatte auslagern. Die Windows-Datenträgerbereinigung findet außerdem oft mehrere Gigabyte temporärer Dateien, die niemand braucht.
3. Malware – oft stiller Mitverursacher
Nicht jede Schadsoftware macht sich lautstark bemerkbar. Manche läuft einfach im Hintergrund, verbraucht Ressourcen und fällt erst auf, wenn man schaut, warum die CPU-Auslastung permanent bei 80 % liegt – obwohl gerade nichts offen ist.
Ein vollständiger Scan mit dem Windows Defender oder einem aktuellen Virenschutzprogramm schadet nie, auch wenn Sie sicher sind, nichts Verdächtiges angeklickt zu haben. Unsere Erfahrung: Man klickt öfter als man denkt.
4. Updates: Leistungsverbesserungen stecken drin
Windows-Updates enthalten regelmäßig nicht nur Sicherheits-, sondern auch Leistungsverbesserungen und Bugfixes. Gleiches gilt für Treiber – veraltete Grafikkartentreiber zum Beispiel können Browser-Performance und Videoabspielung spürbar belasten.
Einstellungen → Windows Update → Auf Updates prüfen. Danach lohnt sich auch ein Blick in den Geräte-Manager auf Ausrufezeichen bei Treibern.
5. Frische Windows-Installation – wenn alles andere nicht hilft
Das klingt drastischer, als es ist. Eine saubere Neuinstallation – mit vorheriger Datensicherung – ist oft das Wirksamste, was man für einen in die Jahre gekommenen PC tun kann. Kein angesammelter Ballast, keine Geisterprogramme, keine beschädigten Systemdateien. Der Rechner fühlt sich danach an wie am ersten Tag.
Wann sollten Sie uns anrufen?
Wenn keiner der Tipps hilft, liegt das Problem möglicherweise tiefer: fehlerhafte Systemdateien, eine hartnäckige Malware-Infektion, oder eine hardware-seitige Ursache wie eine langsame oder defekte Festplatte. Wir schauen uns das gerne an – die Erstdiagnose ist bei uns kostenlos, damit Sie wissen, womit Sie es zu tun haben, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
Hinweis: Bei Hardware-Defekten wie einer defekten Festplatte oder defektem Arbeitsspeicher vermitteln wir Sie an unseren Partnerbetrieb für Hardware-Reparaturen weiter.
